Shaame Ghariban-Der Marsch der Trauer beginnt

Nach der Ermordung Imam Husseins as. endete die Tragödie von Karbala noch lange nicht. Die Frauen, sowie die Waisenkinder und Imam Zain Al Abidin as. mussten noch mehr Leid erdulden. Sie wurden als Gefangene genommen und mussten hunderte Kilometer durch die Wüste marschieren.

Omar Ibn Saad la. befahl die Verschleppung der Frauen und der heiligen Köpfe zu Ubaydallah Ibn Ziyad. Die Männer von Ibn Saad griffen die Frauen an und legten ihnen Ketten um. Sayyida Zainab as. musste, trotz des Schmerzes vom Verlust Ihrer Liebsten, stark bleiben und ihr Versprechen, dass Sie Imam Hussein vor seinem Ableben gegeben hat, einhalten. Sie kümmerte sich um die Kinder und Frauen des Imams. Hinzu kam ihre Aufgabe als Beschützerin des kranken Imam Zain Al Abedin as. , damit die Welt ihren Hujja nicht verliert.
Die Frauen verabschiedeten sich weinend von ihren Liebsten, die auf der Wüste von Karbala ihr Martyrium (Shahada) erlangt haben und wurden zu den Kamelen getrieben. Als Iman Zain Al Abidin as. seiner Tante helfen wollte auf das Kamel zu steigen, fing sie an, zu weinen und drehte ihren Kopf zum Fluss und sprach:

„Steh auf Abbas, du bist doch der, der mich herbrachte und auf seiner Brust schlug und dabei sagte, ich werde dein Beschützer sein‘.“

Die Karawane machte ihren ersten Halt in Kufa, wo die Menschen sich über die Frauen der Familie des Propheten lustig machten und den Ernst der Lage nicht erkannten. Sayyida Zainab as. brachte die Menschen mit ihrer Rede zum Schweigen und zur Reue.

Nach Ihrem Aufenthalt in Kufa wurde befohlen, dass die Familie und die Köpfe nach Sham (Syrien) zu Yazid gebracht werden. Der Weg dahin war die reinste Qual für die Kinder und die Frauen. Sobald sie einen Ton von sich gaben, wurden sie mit Stöcken geschlagen. Was aber die Herzen der Frauen immer wieder zum Bluten brachte, waren die Köpfe der Liebsten, die an den Speeren hingen.

Kurz vor der Ankunft in Sham verlangte Um Kulthum as. von Shimir, dass er die Köpfe vor den Frauen rein führt, damit die Menschen sich auf die Köpfe konzentrierten und die Blicke zu den Frauen abwendeten.

Die Gefangenen wurden in Sham von Yazid vorgeführt, der nur das Ziel vor Augen hatte, die Familie des Propheten schlecht darzustellen, um nicht für seine Schandtat bestraft zu werden. Doch Sayyida Zainab as. und Imam Zain al-Abidin as. haben ihm vor seinen Gefolgen bloß gestellt und die Herzen der Menschen zurückgewonnen. Die Menschen haben angefangen auf Ihre Köpfe zu schlagen und laut zu weinen, da sie es bereuten Imam Hussein as. nicht beschützt zu haben.

Imam Zain al Abidin as. sprach zu den Menschen mit seiner berühmten Rede (Khotbet Imam Sajjad as.), in der Er sagte:

„[…] Oh ihr Zuhörer! Allah hat uns (Ahl-ul-Bayt (ع)) sechs Dinge gegeben, die niemand außer uns hat. Er hat uns besondere Weisheit, Geduld, Würde, Ansprache Kraft, Tapferkeit und Respekt verliehen. Er gab uns diese speziellen Vorzüge, weil wir zu der Prophetenfamilie gehören. Zu uns gehören Hamza und Jaafar. Zu uns gehört Asadullah (Der Löwe Allahs, Imam Ali). Zu uns gehören die Führer der Jugend im Paradies (Imam Hassan und Imam Hussain as.). Diejenigen, die mich provozieren, kennen mich. Die die mich nicht kennen, wissen, dass ich der Sohn von Mekka und Mina bin. Ich bin der Sohn von Zamzam und Safa. Ich bin der Sohn von demjenigen, der den Armen Zakat gab. Ich bin der Sohn von denen, die Hajj vollzogen. Ich bin der Sohn von demjenigen der auf seiner Nachtreise vom Hause Allahs zur Al-Aqsa Moschee getragen wurde und dann die Himmelfahrt (Miraj) unternahm. […].“