Der Mond von Muharram wurde gesichtet

Hussain und seine Karawane verließen Medina Richtung Mekka. Sie wollten vor dem Aufbruch noch die Pilgerfahrt machen. Gleichzeitig, nahm er durch Muslim ibn Aqil Kontakt zu den Leuten in Kufa auf. Sie luden Hussain zu sich in die Stadt ein als ihren Imam, der Sie auf den richtigen Weg bringen sollte, da sie schon länger unter der Herrschaft Muawiya und Yazids leiden. Nach mehreren Schriftwechseln schickte Imam Hussain as. Muslim ibn Aqil nach Kufa, um zu schauen, wie die Situation dort war. Als Symbol des Friedens und der guten Absichten ließ er Muslim seine zwei kleinen Söhne mitnehmen. Muslim war zunächst optimistisch, als in Kufa ca. 18.000 Leute Hussain den Treueid schworen. Er übersandte Hussain einen Brief mit der positiven Nachricht. Doch bald erfuhr Yazid, dass Muslim in Kufa war. Er ließ ihn ausliefern, um ihn danach zu töten. Nach erbittertem Kampf gelang es der Armee Yazids, Muslim zu verhaften und ihn anschließend vom Dachpalast zu werfen.

In der Zeit hatte sich Hussain as. schon auf den Weg nach Kufa gemacht, ohne die Pilgerfahrt zu vollziehen, da er erfuhr, dass Yazid einen Anschlag auf ihn zu der Zeit plante. Hussain as. wollte nicht, dass das Gotteshaus zum Schlachtort werden sollte, und verließ deswegen Mekka in Richtung Kufa.

Auf der Reise sorgte sich vor allem Abbas darum, dass es den Reisenden gut ging und Sakina war die Verbindung zwischen all den kleinen Kindern und Abbas. Unterwegs begegnete die Karawane zwei Leuten, die ebenfalls auf dem Weg nach Kufa waren. Diese berichteten auch, was mit Muslim ibn Aqil geschehen war.

Als Imam Hussain fast in Kufa angekommen war, wurde eine Armee mit 4000 Mann und ihrem Anführer Hur ibn Yazid al-Tamimi al- Yarui. Als diese bei Hussain as. ankamen, waren sie alle halb verdurstet und baten um Wasser. Natürlich gaben ihnen Hussain und seine Armee etwas zu trinken. Danach beteten alle gemeinsam und Hussain führte das Gebet. Hur sagte Hussain, weswegen er gekommen war und was sein wirkliches Ziel ist. Natürlich hätte Hussain kämpfen können, doch seine Absicht war friedlich. Also nahm Hussain einen anderen Weg und ging nach Karbala. Hur hatte aber an sich ein reines Herz, was später damit belegt werden konnte, dass er und drei andere sich am siebten Tag von Muharram Imam Hussain anschlossen. Beeindruckt davon, schlossen sich 30 weitere Soldaten von seiner Armee Imam Hussain an. Der Mond hatte nun Karbala erreicht und die Tragödie fing an.