Die Nacht zum 1. Muharram

Die Nacht zum 1. Muharram

Es ist der zehnte Muharram vor mehr als 1350 Jahren. Ein Mann steht, kurz bevor es nachmittags wird, auf einem kleinen Steinfelsen in Karbala bei Temperaturen von mehr als 35°.

Man fragt sich, an welcher Stelle dieser Mann eigentlich nicht verwundet ist, und wie dieser Mann überhaupt noch stehen kann? Als dieser dann noch die Kraft herholt mit Tränen in den Augen, wissend, dass er still und leise der Gewinner einer Schlacht ist, welche die Menschheit ändern sollte, in allen vier Himmelsrichtungen ruft: ‚Ist dort noch jemand der uns zur Unterstützung eilt?‘ ‚Ist dort noch jemand, der unseren Ruf nach Hilfe erwidert? ‘, muss man sich fragen, wer dieser Mann ist, und was mit diesem Mann geschehen war.

Wahrlich, an diesem Mann wurde das schlimmste Verbrechen der Menschheit begangen. Man fragt sich, wie Menschen nur so grausam sein können? Dieser Mann hat alles vor seinen Augen verloren, seine Kinder, seine Freunde, seine Familie, alles. Es ist die Geschichte Hussains (as.), dem Enkel des Propheten, den man kaltblütig hinrichtete, weil dieser für die Gerechtigkeit, gegen Korruption und all das Schlechte war, was zu dieser Zeit die Menschen kennzeichnete. Mit Ashoura ist die Schlacht gemeint, in der sich der Enkel des Propheten mit seinen Freunden und Kindern für uns Muslime in aller Welt opferte.

Wir berichten über eine Zeit, in der der Tyrann Yazid sein Unheil über die Muslime brachte. Yazid verkörperte all das Schlechte und Unheil. Jegliche Vorschriften des Islams missachtete er. Jegliche Verbote, wie z.B. das Trinken von Alkohol, missachtete er. Er rief zu all dem Schlechten auf, was unser Prophet Muhammad (sawas.) zu seiner Zeit mit seiner Botschaft von uns nahm.

Die Botschaft von Ashoura also ist ganz klar. Jeder Muslim, jeden Alters und jeder Zeit muss gegen das kämpfen, wofür Yazid stand, sowohl in sich selbst als auch außerhalb. Diese Schlacht war ein Weckruf für den Kampf gegen die eigenen Bedürfnisse, welche islamisch falsch sind. Denn dafür stand auch dieser Mann, der sich, seine Familie und seine Freunde für die Muslime in aller Welt geopfert hatte.