Aschura Gewinnspiel 2015

Liebe Geschwister,

zu Aschura haben wir ein Gedichtswettbewerb gestartet. Wir danken für die zahlreichen Einsendungen.
Das SN-Team hat sich fuer 10 Gewinner entschieden! Die Pakete bekommt ihr in ca. 1-2 Wochen.

Gewinner seid ihr aber alle! Denn was ist schoener, als ein Haus im Paradies?

“Derjenige, der ein Gedicht ueber uns verfasst, dem wird Allah swt. ein Haus im Paradies bauen.” (Imam Sadiq)

Wir danke fuer Euer Mitwirken und freuen uns auf weitere schöne Projekte mit euch.
Solche wunderschoenen Gedichte koennen nur eine Folge der reinen Liebe zu Aba Abdillah sein. Moege dieses Feuer niemals erlöscht werden.

Wir wünschen euch weiterhin gesegneten Erfolg und den Gewinnern viel Spaß mit dem Aschura Paket. Ein Salawat widmen wir für alle Dichter, die sich beteiligt haben.

Fi amanil Lah wa Salam
Euer ShiaNetwork Team

QASIM IBN AL-HASSAN

Gnadenlos wandert der Tod über Herzen durch Kehlen
Er steht kalt vor dem Leben und zieht deren Seelen
Der Gedanke kommt auf: ‚Wonach wir doch streben?
‘ So nutzlos das Diesseits mit ihren Gefahren und Wegen

Bereitet euch vor- gebraucht werden die Tränen
Das Schreiben fällt schwer- Gedanken, die lähmen
Die Zunge: Sie will euch doch so viel erzählen
Schwer schreiben die Hände, um Abbas zu erwähnen

Gewidmet sei das Gedicht unserem süßen Frühling
Die Blüte al Hassans: al Qasim, dem Jüngling

Habibi ya Qasim, der Gedanke zerreißt mir das Herz
so klein war dein Körper- und zu groß ist der Schmerz

Die Zartheit und Unschuld vereint in einer Person
Die Ähnlichkeit und Liebe zum Vater vergoldet den Sohn

Die Schwertkampfkunst von Abbas und Ali Akbar erlernt
Schau auf dem Felde, wie der Feind sich von al Qasim entfernt

Dort steht der Bräutigam mit dem Schwert in der Hand
Fokussiere deine Blicke auf den heißen Wüstensand

Du wirst die Erde verlassen, ohne geheiratet zu haben
Das Paradies ist dein Garten, an ewigen Tagen
Die Shia trauert, auf die Brust wird geschlagen
„Wäre ich doch bei euch gewesen“, so hörst du die Klagen

„Die feindliche Armee steht bereit mich zu peinigen
Ich opfere mein Leben, um Onkel Hussein zu verteidigen
Er ist Sohn von al Mustafa, des gesegneten Heiligen
Ich kämpfe wie Großvater Ali, um euch zu beseitigen“

„Ich bin 13 und verkörpere die islamischen Werte
Ich schwinge mein Schwert wie Onkel Abbas es mich lehrte“

„Mutter, ich verabschiede mich von dir-morgen ist es vorbei
Azrails Bereitschaft ist bekannt,  er winkt mir herbei
Morgen spann ich die Flügel, dein Sohn ist nun frei
Wenn Allah etwas beschließt, sagt Er nur: „Sei!“

In unseren Herzen befindet sich al Qasims Schrein
„Der Tod wird für mich süßer als Honig sein“
Mit vollster Überzeugung läufst du ins Schlachtfeld hinein
Tötest wie ein Löwe die Feinde-doch schon bald kehrst du Heim

Der Turban des Vaters schmückt sein schönes Gesicht
Fesselnde Worte, die er zu den Feinden Gottes spricht
Doch zu mehreren umkreist man Imam Hassans Licht
Mit Schwertern und Steinen, bis sein Körper bricht

„Mein Sterbebett ist der Sand, gebrochen liege ich da
Die Sonne schickt ihre Hitze, doch der Tod ist hautnah
Mutter denkt zurück an die Zeit, als sie mich gebar
Mein Vater übergab ihr ein Brief, der mir bestimmt war“

„Mein Onkel! Hilf mir!“ hört man al Qasim schreien
Das Trampeln der Pferde, die seinen Körper entweihen

Der Anblick ist grausam, womit die Feinde sich brüsten
Zerteilter Körper eines Kindes aus mehreren Stücken
Al Hussein und Abbas die das Gewand ausschmücken:
Die Überreste al Qasims, wie Blumen beim pflücken

„Ich danke dir Vater, hab ich dich würdig vertreten?
Ich will dich jetzt sehen, o Herr, schenk mir den Segen
Onkel Hussein ist zufrieden, er wird für mich beten
Ich bin Qasim der Frühling, für den Islam gib ich mein Leben!“

SAYYIDA ZAINAB AS.

Wie die Nacht stürmisch anbricht
in der Einsamkeit von Karbala
Die Gebete, unser einziges Licht
sie erzählen von Schönheit und Märtyrer

Leer steht deine Grabstätte
Zainab, fühlst du dich allein?
Bei Gott, wenn wir doch deine Geduld hätten
So würde deine Shia, stets zu deinen Diensten sein

Bekriegen sie auch nach den Tod, deine Heiligkeit?
Sag mir findest du keine Ruh?
Wie geht’s es dir wohl in der Einsamkeit
Ich suche dich, sag mir wo bist du?

Du erwiderst doch unseren „Salam“
Der Segen und Friede Gottes sei mit dir
Antworte bitte, aus der Ferne von „Sham“ (Damaskus)
Sag mir: „As-Salam, ich bin hier.“

Sayida, wie hast du es je ausgehalten?
Deine Zufriedenheit ist uns ein Segenshauch
zerissen von deinen geduldigen Verhalten
sind die Mütter und die Väter auch

Erwähne uns bei deiner Mutter al-Zahra
Sie muss sich keine Sorgen um dich machen
Beschützen werde dich unsere Gebete
Und deinen Makam zu leben erwachen

Wie die Nacht sich zur Ruhe wendet
mit den Gefangenen von Karbala
Die Ziyarats uns einzig Lichter spenden
uns berichten von Schönheit und Märtyrer

Ein Schutzheer sollen wir dir bieten?
Wogleich du Zainab, die Zierde deines Vaters bist?
Vielmehr sind wir auf deinen Schutz angewiesen
So ersuchte doch Majnun die Fürbitte seiner Geliebten

Siehst zu deinen in Liebe gefallenen Anhängern her?
Auch wenn wir von dir angetan; doch dich nicht ganz erfasst
rufen wir ständig: „Gott ich kann nicht mehr“
Was ist das, im Vergleich, zudem was du ertragen hast?

Entfacht war das Feuer von Sukainas Durst
und du sahst von weitem, Abbas Flaggensturz
Wie kann dich der Mond von Bani Hashim nich trösten?
Da wo du allein stehst, oh Tochter Alis dem Fürsten

Sayida wen siehst du da aus den Zelten?
Ist es Hussein der nach Unterstützung sucht?
In Wunden liegen auf dem Sand die Helden
und keinen Hur mehr, der erwidert den Hilferuf

Steht deine Grabstätte noch leer?
Denn Märtyrer sind zu dir gekommen
Aus der Armee Husseins und Mahdi stammen sie her
Ihre Seele hat Izrail für dich mit Ehre entnommen

Wie die Nächte vergehn
Abschied nehmt von Karbala
Oh Zeit halt inne, bleib stehen
Beschütze Zainab und die Märtyrer.

DER WAPPENTRAEGER AL-ABBAS

Über Abbas möge ich dichten,
um seine Geschichte an euch zu richten.
Wer ihn noch nicht kennen mag,
so höret zu an diesem Tag:

Er ist der Sohn Alis(a.), der Bruder von Hussain(a.).
Er ist der Beschützer Zainabs(a.), alles Andere ließ er stehen.
Seine Absicht war Hussain(a.) zu dienen,
mit ihm auf dem Schlachtfeld zu siegen.

Selbst in der Schlacht von Siffin mit acht Jahren,
konnte er das Leben Hussains(a.) wahren.
Die Feinde sagten und waren sich im klaren:
„Bei Gott!Niemand kann in diesem Alter so kämpfen außer ein Sohn Alis(a.)“

Doch dies war nicht die große Schlacht,
die Abbas mit Ehren macht.
Dies war nicht der Ort,
an dem seine Seele ginge fort.

Dies war wahrlich nicht sein Mord!

Am Tage von Ashura…
Der Ort heißt Nainawa…
Die Schlacht größer…
Das Wasser knapper…

Wo war Abbas nun hin?
Umsingelt mit Hussain(a.) in Karbala drin!
Seine geliebte Sakina(a.) bat Abbas um Wasser.
Wie konnte er dies ablehnen, er war ihr Aufpasser.

Als er das Wasser erreicht,
und von dem konnte er trinken leicht,
Wahrlich kein Tropfen traf seine Lippen,
denn Sakina war durstig am umkippen.

Zurück zu den Zelten reitend,
verlor er beide Arme.
Zurück mit den Zähnen Sakinas Beutel tragend,
traf ein Pfeil den Beutel Wage.

Ohne Wappen,Ohne Beutel,Ohne Wasser,
wollte Abbas nicht zu Sakina und kehrte zu den Hasser.
Abbas fiel zu Boden rufend:
„Bruder Hussain(a.) eile mir zur Hilfe!“

Nie hatte Abbas zu Hussain(a.) „Bruder“ gerufen,
bis am Tage von Ashura,
und an dem Ort Nainawa.

Oh du Durststiller der Durstigen.
Oh du Wappenträger Hussains(a.).
Oh du Anhänger der Mächtigen(a.).
Oh du Durststiller Hussains(a.).

Oh du, der Sakina das Wasser versprachest.
Oh du Schatten Hussains(a.)
Oh du, der das Herz des Imams mit deinem Tode brachest.
Oh du Verehrer Hussains(a.)
Oh du Mond der Familie Haschem…

Gegrüßt sei deine reine Seele.
Möge die Rückkehr des Imam Mehdi(a.) eilen,
damit das Warten dich nicht mehr quäle,
und nur die Gerechtigkeit auf der Erde weilen.

RUQAYAS KLAGEN

“Vater? Oh mein geliebter Vater…
Wo bist du und wo sind deine Anhänger?
Warum hast du mich hier alleine gelassen und durstig bist du von mir gegangen?!

Weißt du, dass mein Onkel für mich zum Wasser ging,
um meinen Durst zu stillen und dem Klagen der Kinder nach zugehen?

Doch oh Vater…
Am Fluss sehnte sich das Wasser nach seinen Lippen und doch ließ er es von seinen Händen fallen.
Denn er erinnerte sich, an deinen trockenen Lippen und konnte seinen eigenen Durst nicht stillen.

So nahm er es mit sich
und machte sich auf dem Weg, für mich

Doch oh Vater…
Sie haben ihn von mir genommen
Seine Arme ließen sie trennen
und sein Augenlicht haben sie entnommen

Die Erde wurde mit seinem Blut durchtränkt
und sein Körper lag auf dem heißen Sand durchtrennt.

Oh Vater, ich bin nicht mehr durstig
und Wasser will ich nicht mehr trinken…
So gehe nicht fort und bleibe mir erhalten.
Denn wen habe ich außer dich in dieser Welt
und wessen Licht bleibt in meiner Dunkelheit erhellt?

Du bist das Licht meiner Augen
und die Wärme meines Herzens.
Du bist der Mond in jeder Nacht
und der Engel der stets über mich wacht.

Aus Trauer und Entfernung zu dir,werde ich erblinden
und mich jeden Tag nach deinem Lichte sehnen.
Deinen Feinden werde ich die Ohren beweinen
und bis zu den Kindern der Zukunft wird mein Klagen reichen…”

Hörst du Ruqayas Worte
und was sie alles erleiden musste?
Wie sie täglich nach ihrem Vater schrie
und durch welchen Schock sie zu ihrem Schöpfer zurückkehrte?

Ist diese Tragödie nicht genug?
Das Leiden eines Kindes nicht ausreichend?
Die Augen klagender Kinder nicht schon völlig durchnässt?

Doch oh nein…
Schaue dich um
und du siehst Kinder nach ihren Eltern schreien,
in Dunkelheit sitzen und in Kälte erfrieren.

Du siehst in ihren Augen: Worte,
die unausgesprochen bleiben.
In ihren Gesichtzügen: Falten,
die das Leid ihres Lebens wiederspiegeln.

Kleine Ruqayas in dieser Welt,
die nach einem Helden Ausschau halten,
um den Frieden mit ihren Armen zu empfangen
und die Welt zu einem besseren Ort zu wandeln.

RUQAYAS KLAGEN

Karbala, ein Ort der Trauer und des Schmerzes
Ein Ort, der viele Opfer verlangte und die Bindung Zu Allah sub7anahu wa ta3ala stärkte
Ein Ort, der Liebe und Geduld
Ein Ort, der viele Helden zusammen brachte

Helden, die für Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit kämpften
Helden, die für die Freiheit der Ahlul Bayt gekämpft haben,
für die Freiheit der Familie des Propheten Mohmmad salla llahu w alaihi was sallam

Karbala, du lehrtest mich jung für die Gerechtigkeit zu kämpfen,
wie es einst Qassim, Sohn des Hassan’s Al Mujtaba tat!

Oh Karbala, du lehrtest mich, auf meinen eigenen Durst zu verzichten
Sowie es einst Abbas, Sohn des Ali Al Murtada tat!

Karbala, ein Ort der mich lehrte geduldig zu bleiben,
wie Zeinab, Tochter der Fatima ‘t Zahra

Es war Zeinab, die mitansehen musste,
wie die Arme ihres Beschützers Abbas nacheinander abgeschlagen wurden.
Und ihm ein Pfeil, in seinem Auge gestochen wurde

Und Abbas, er lief und lief
Und Zeinab ,sie weinte und weinte

Und es war Zeinab, die zuschauen musste,
wie der Kopf ihres geliebten Bruders Hussain abgeschlagen wurde

Es war doch Zeinab,
die den Kopf Hussains als letzte hielt und rief:
Ya Khuyaa, ya Aba Abdillaaah!!

Ich bin Zeinab!
Zeinab, die ihre Brüder und Neffen nacheinader hat abschlachten sehen
Zeinab, die versklavt, in Ketten gelegt und gefoltert worden bin!

Ich bin Zeinab, die trotz allem, mutig vor Yazid stand und sprach:
Möge der Fluch Allah’s auf die Unterdrücker lasten!!

Labyki ya Zainab ♡

IMAM HUSSEIN as.

Es ist bald soweit mein geliebter Imam,
Tränen fließen für den größten Jihad.

Nicht mal eine Träne könnte unsere Trauer für dich ausdrücken,
Was würde ich tun um dich zu tragen auf meinen Rücken.

Dein Tod war nicht umsonst,ich gebe dir mein Wort drauf,
Jeder Muslime trägt deine Stimme in jedem Wortlaut.

Dein Blut war es was für uns geflossen ist,
Ich schrei es laut raus das du unser Führer bist.

Mit jeden Vers den ich schreib,
Füllt es mein Herz voller leid.
Oh Hussein diese Träne ist für dich die ich Wein.

Ich will der Träger sein auf dem du stehst,
Will selbst der Boden sein auf dem du gehst.

Labayka ya Hussein und verwische meine Kriegsträne,
Allah ist mein Herr und du der Führer für den ich mit Schmerz in Knien stehe.

Du bist unser Held,
Der Retter dieser Welt.
Ya Hussein es ist deine Hand die uns hält.

Ich rufe deinen Namen mit meinem Herzen,
Oh Imam was waren das für schmerzen?

Du wusstest was dich erwartet auf diesen Weg,
Trotzdem bist du ihn gegangen wie ein Held der da steht.

Oh Hussein du blühte Allahs,
Standest da gegen die Gegner von Rasulallah.

Die Tragödie von Karbala,
Ya Imame Ya Aba abdillah.

Du hast uns gezeigt was Frieden und Liebe bedeutet,
Mein Führer niemals könnte ich dich verleugnen.

Ich Trauer und Schlag mit Wut auf die Brust,
Kein anderer musste erleiden was du erleiden musst.

Ein Märtyrer wie kein anderer,
Jeder Tag ist ashura und jeder Ort ist Karbala !

TAG 9 – DIE NACHT VON ASCHURA

Wir werden jetzt die Stimme Zainabs hören.
Lasst und ruhig sein und sie nicht stören.

Oh Nacht, verlängere bitte deine Stunden.
Oh Nacht, sobald du gehst hinterlässt du in mir die Wunden.
Oh Nacht, am nächsten Tag sind all meine Lieben verschwunden.

Gebe mir bitte mehr Zeit um sie mit meinem Bruder zu verbringen.
Am nächsten Morgen werde ich meinem Bruder sein Pferd bringen.
Am nächsten Morgen werden mich meine Tränen in die Knie zwingen.

Oh Nacht, verlängere bitte deine Stunden.
Oh Nacht, sobald du gehst hinterlässt du in mir die Wunden.
Oh Nacht, am nächsten Tag sind all meine Lieben verschwunden.

Schenke mir bitte mehr Zeit um neben meinem Bruder zu stehen.
Am nächsten Morgen wird mein Bruder aus dem Diesseits als Märtyrer gehen.
Am nächsten Morgen werde ich auf dem Speer den Kopf meines Bruder sehen.

Oh Nacht, verlängere bitte deine Stunden.
Oh Nacht, sobald du gehst hinterlässt du in mir die Wunden.
Oh Nacht, am nächsten Tag sind all meine Lieben verschwunden.

Genehmige mir bitte mehr Zeit damit ich den Abschied in die Länge ziehe.
Am nächsten Tag bin ich es die aus Karbala fortziehe.
Am nächsten Tag bin ich die die Waisen Muhammads großziehe.

Oh Nacht, verlängere bitte deine Stunden.
Oh Nacht, sobald du gehst hinterlässt du in mir die Wunden.
Oh Nacht, am nächsten Tag sind all meine Lieben verschwunden.

Erlaube mir bitte mehr Zeit bis meine Tränen fließen.
Am nächsten Tag werden sie auf meinen Bruder die Pfeile schießen.
Am nächsten Tag werde ich mein Herz in Trauer schließen.

Oh Nacht, verlängere bitte deine Stunden.
Oh Nacht, sobald du gehst hinterlässt du in mir die Wunden.
Oh Nacht, am nächsten Tag sind all meine Lieben verschwunden.

YA ABBAS – MEIN RÜCKGRAT IST GEBROCHEN

Ya Abbas, mein Rückgrat ist gebrochen.
Du hast es unserem Vater versprochen.
Dass Du mich beschützt mit Deinem Leben.
Du brachtest den Boden der Dhalimin zum Beben.

Die Feinde wussten nicht mehr weiter.
Schickten hinter Dir Hunderte Reiter.
Du aber wusstest Dich zu wehren.
Und hast sie gezwungen zurück zu kehren.

Zurück zu ihrem Herren.
Yazid, einem verrückten Irren.
Der den Islam beschmutzt hat.
Der auf die Botschaften meines Großvaters mit Füßen trat.

Du machtest dich dann auf zur letzten Reise.
Mein Herz schmerzte, auf eine nie gekannte Weise.
Ich sah den Mond auf dem Schlachtfeld.

Am Ufer des Flusses, nah des Wassers.
Erinnerst Du Dich an die Lippen des Sohn deines Vaters.
Sie waren trocken, wie die der Kinder und Frauen.
Und hast Dich keines Schlucks getrauen.

Nun liegst Du, lieber Bruder, vor Mir
Der Banner der Freiheit neben Dir.
Deine abgetrennten Arme auf dem heißen Sande.
Verstreut auf diesem heiligen Lande.

Verteidigt hast Du das La ilaha illa ‘llah.
Geopfert hast Du Dich in Karbala.
Ihr Märtyrer werdet nie in Vergessenheit geraten.
Auch nicht, wie uns einige haben verraten.

Der Abschied fällt Mir so schwer
Der Schmerz wird immer mehr
Bald ist Zaynab, unsere Schwester, ganz allein
Denn auch ich, Abbas, werde hier neben Dir begraben sein.

Ya Abbas, mein Rückgrat ist gebrochen…

AM UFER DES EUPHRATS SAß ICH

Am Ufer des Euphrats saß ich und weinte…

Bitterlich schmeckend die Tränen fallen ins Wasser,
Ich senke mein Haupt in den heißen Sand, in den Staub…
“YALAITANA KUNA MAAKUM” – “Ach wären wir nur bei (mit) euch gewesen”

Ya Hussein..die Tränen brennen auf der Haut,
bahnen sich ihren Weg zum Herzen, verweilen dort,
in der Stätte in der du, ya Sayidi, oh mein Herr, lebst…

Ewig dein Kampf wehrt..
“Hal min Naser yansuruna?” –
“Ist dort noch jemand, der uns zur Hilfe eilt?”

DORT auf der Sanddüne stehst du ya Mawlaya ya Hussein,
allein, umgeben vom Blut deiner Ahl-ul-bayt,
vom Blut deiner Kinder, Brüder, Freunde, im Blut und Leiden deiner Lieben getränkt!

Dort liegst du enthauptet,
ya mazlum, oh du unterdrückter (entrechteter),
Sohn des Murtada, Sohn der Zahra, Enkel des Mustafa…

In der Ferne dort in der Wüste von Karbala ein Ruf nach Allah,
ein Ruf an die Ummah, ein Schrei nach Gerechtigkeit, widerhallend durch alle Zeiten:
“Ya Allah taqabal mena hadha al qurban!” – “Oh Allah nimm dieses Opfer von uns an!”

Oh Zeinab…deine Tränen sprechen zu den Entrechteten:
“Akhi, saufa tabki aalaika al 3uyun!” – “Einst werden die Augen für dich tränen oh geliebter Bruder!”

Die Tränen, die Waffen eines jeden Gläubigen..die Antwort auf deine Frage!!!
….Am Ufer des Euphrats saß ich und weinte…

IMAM SAJJAD

Die einsame Nacht und das Strahlen der Sterne.
Sehe ich die Körper der Märtyrer in der Ferne.
Oh weh, das Licht des Mondes schimmert auf aller Körper.
Besonders bei einem, fehlen mir die Wörter.

Ohne Kopf und vom roten Sand verschluckt.
Hab ich mit tobendem Herzen erneut geguckt.
In der Hoffnung, er liegt vielleicht noch da.
Auf dem Land, weit weg von Zuhause, “Karbala”.

Der Schmerz schlug ein und ich merkte plötzlich das Feuer.
Sie zündeten an die Zelte, Yazids Ungeheuer.
Der Klang des Weinens übertönte die gehässigte Lache.
Oh Bani Umayyah, der Mahdi wird kommen mit unserer Rache.

Ein lauter Schrei und ich konnte es nicht glauben.
Wollt ihr uns unsere letzten Kräfte berauben?
Der Kopf meines Vaters hoch gehalten an einem Speer.
Mein Leid sank, in einem tiefen trauernden Meer.

La Hawla wa la Quwwata illa Billah.
Wäre ich doch nur nicht krank gewesen am Tage von Ashura…

(Gelesen aus der Sicht Imam Sajjads)