Mein geliebter Qasem as.

Heute ist der Tag von Al Qasem (as.) den jüngsten Sohn von Imam Hassan (as.). Er (as.) lernte sehr früh die Schwertkunst von Abbas (as.) und Ali al-Akbar (as.). Qasem war gerade erst 13 Jahre alt. Als sie in Karbala ankamen und der Imam (as) an dem Zelt und Um Walad vorbei ging, hörte er wie Qasem zu seiner Mutter sprach:

„Mutter, morgen werden Onkel Abbas, Ali Akbar und ich Imam Husain verteidigen. Wenn ich getötet werde, weine bitte nicht um mich, Mutter.“

Und wie Um Walad antwortete:

“Obwohl ich dich sehr, sehr liebe mein Sohn, werde ich nicht um dich weinen. Nichts würde mich stolzer machen, als zu sehen, wie mein Sohn sein Leben für den Islam lässt.“

Daraufhin begann der Imam (as.) ein Segengebet für beide aufzusagen. Nun war es an der Zeit, dass Qasem seinen Onkel al Hussein (as.) fragt, ob er auf das Schlachtfeld gehen dürfe. Doch sein Onkel war anderer Meinung und sagte ihm zweimal ab, mit der Begründung:

“Qasem du bist zu jung und der einzige Sohn deiner Mutter.“

Als Um Walad ihren Sohn traurig sah, erinnert sie sich an den Brief, denn sie von Imam Hassan (as.) bekam und er ihr gesagt hat:

“Wann immer du auch Qasem in Schwierigkeiten siehst, überreiche ihm diesen Brief.“

Sie übergab diesen Brief Qasem, der sich den Brief durchliest und daraufhin lächelt. In diesem Brief stand folgendes:

„Mein Sohn Qasem, es wird ein Tag kommen, an dem mein Bruder Husain einer Armee von Zehntausenden gegenüber steht. Das wird der Tag sein, an dem der Islam mit Opfern bewahrt werden muss. Du musst mich an diesem Tage vertreten!“

Mit diesem Brief ging er zu seinem Onkel zurück und übergab ihm diesem Brief. Der Imam sagte daraufhin:

„Oh Sohn meines Bruders, wie kann ich dich von etwas abhalten, was dein Vater von dir verlangt hat?“

Er nahm den Turban seines Bruders Imam Hassan (as) und setzte diesen auf Qasems Haupt. Er half ihn, aufs Pferd aufzusteigen und sagte:

„Inna lilah wa inna ilayhi raji3un“ (Zu Gott gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück). Geh im Namen Gottes, Allah sei mit dir.“

Qasim sagte:

„Oh mein Onkel, sei nicht traurig. Ich habe keine Angst vor dem Tod. Der Tod für den Islam ist für mich süßer wie Honig.“

Nun zog der hübsche Qasem in den Krieg und betrat das Schlachtfeld. Immer wieder winkte er Abbas (as) stehend auf seinen Steigbügel zu und Abbas (as) winkte stolz zurück. Er wollte seinem Onkel zeigen, wie und was er von ihn lernte. Nach einem heftigen und schweren Kampf viel Qasem vom Pferd und starb als Märtyrer.
Qasim (as):

„Oh Onkel, dies ist mein letzter Gruß an dich.“

Da keiner ihn alleine überwältigen konnte, kam eine Truppe von hinten angeschlichen und trafen ihn mit dem Schwert auf den Hinterkopf.

Imam Hussein (as.) und sein Bruder al Abbas ritten auf das Schlachtfeld und sammelten den zerstückelten Körper von Qasem. Als die Zwei ankamen und den kleinen Qasim sahen, waren sie schockiert über jenen hübschen Jungen, der massiv und sehr grausam von den Pferden der befeindeten Truppen zertrampelt wurde. Oh Qasim (as) wie tapfer und mutig du doch warst. Abal Fadhel (as) musste sich sehr zusammenreißen. Bis heute ist unklar, ob seine reinen Körperteile zu seiner Mutter gebracht wurden. Nach einigen Überlieferungen, sammelte Imam Hussein as seine Körperteile auf und legte diese auf seinen Umhang.
Welch eine Tragödie. Welch eine Qual. Möge Allah jenen verfluchen und in Stücke zerreißen, der dir dein Körper in mehreren Teilen zerriss.