Muhammad Ali

“Ich glaube an die Religion des Islam. Ich glaube an Allah und Frieden”

Muhammad Ali gilt heute als einer der größten Sportler aller Zeiten und wird weltweit verehrt und gefeiert. Er wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt und gehört deshalb zu den bekanntesten Schwergewichtsboxern der Welt.
Cassius Clay, so wie er ursprünglich hieß, wurde 1942 in geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Aus Wut über den Diebstahl seines Fahrrades nahm er an einem Boxtraining teil, um sich an dem Dieb zu rächen. Mit 16 Jahren verließ Clay die Schule und konzentrierte sich auf sein Boxtraining.

„Ich bat Allah um Reichtum und er gab mir den Islam.“

Später wurde er Mitglied in der Nation of Islam und wählte Muhammad Ali als Namen. Er konvertierte 1975 zum sunnitischen Islam.
Die Auszeichnung für den Boxchampion auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood wurde als einzige an die Seitenwand des Kodak Theaters angebracht und nicht wie üblich auf den Boden.

„Räumt mir ‘ne Zelle doch und steckt mich ins Loch. Denn lieber Gefängnisbrot als in Vietnam und tot.“

Im April 1967 wurde Ali der Titel aberkannt, nachdem er sich geweigert hatte, den Wehrdienst anzutreten. Er begründete seine Entscheidung mit seinem Glauben und sprach aber auch die Frage der fehlenden Gleichberechtigung der Afroamerikaner an. Deshalb wurde er wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe verurteilt. Als sein Urteil aufgehoben wurde, er aber noch keine Boxlizenz erhielt, trat er viel im Fernsehen auf und äußerte sich dort zu gesellschaftspolitischen Fragen. Er erhielt immer mehr Aufsehen durch sein Engagement gegen den Vietnamkrieg und seinem Eintreten für die Emanzipation der Afroamerikaner. Insbesondere seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 tritt er als Botschafter seines Glaubens auf und betont die friedliche Grundhaltung des Islams.

“Allah gab mir diese Krankheit, um mich daran zu erinnern, dass nicht ich die Nummer eins bin, sondern Er.”

Im Jahr 1984 wurde bei Ali das Parkinson-Syndrom, eine Nervenkrankheit, diagnostiziert. Obwohl er immer stärker zittert und Sprache und Gesichtsmuskeln kaum kontrollieren kann, sucht er den öffentlichen Auftritt und macht so vielen Kranken Mut.