Ruhullah Khomeini

Ruhullah Musavi Khomeini wurde 1902 in Khomein geboren. Er war ein iranischer Ajatollah. Bekannt ist er als Führer der Islamischen Revolution (1978–1979) und als der Gründer der Islamischen Republik im Iran.

Khomeini stammt aus einer sehr religiös gebildeten Familie. Er soll mit 15 Jahren die Schule beendet haben. So unterrichtete ihn sein ältester Bruder Morteza Islamkunde. 1918 ging er nach Arak, um die Ausbildung zum Rechtsgelehrten zu absolvieren. In Qom erhielt er 1936 die Qualifikation eines islamischen Rechtsgelehrten. Erstmals trat er auch politisch in Erscheinung. Jahre später unterrichtete er selbst islamisches Recht in Qom.

Aufgrund seiner kritischen Äußerungen gegen Mohammad Reza Pahlavi musste er das Land verlassen. Die Ereignisse gelten als Beginn der islamischen Revolution. Zuerst hielt sich Khomeini in der Türkei auf, später im Irak, wo er den islamischen Widerstand im Iran organisierte, bis er von Saddam Hussein nach Frankreich ausgewiesen wurde. Dort brachte er sein religiöses Regelwerk „Tahrir-ul-Wasila“ (Die Befreiung der Mittel) heraus.

Im Juni 1975 begannen die Studenten in Qom zu demonstrieren und bekundeten ihre Sympathien für den Imam. 1979 kehrte er wieder in den Iran zurück, wo er von einer begeisterten Menschenmasse am Flughafen empfangen wurde, und übernahm die Regierung im Iran. Zuvor war der Schah vom Iran ins US-amerikanische Exil geflohen. Khomeini gründete die Islamische Republik Iran, das eine Verbindung von Volksherrschaft und religiösen Normen ist. Die neue islamische Verfassung vom Dezember 1979 machte Khomeini zum Staats- und Regierungschef des Landes, sowie zum höchsten religiösen Führer auf Lebenszeit.

Am 3. Juni 1989 starb er in Teheran. Sein Mausoleum liegt im Süden von Teheran. Zudem wurde seine Wohnung in ein Museum umgewandelt.
Sein Nachfolger wurde 1989 sein früherer Schüler Imam Khamene’i.

Zitate:

“Macht alle Welt mit dem leuchtenden Wesen des Islam bekannt. Wenn der Islam in seiner strahlenden Schönheit – d.h. jener Islam, zu dem Koran und Sunna einladen – hinter der Maske, die ihm seine Gegner und abgeirrten Freunde vorhalten, hervorzukommen und sein wahres, leuchtendes Wesen zu offenbaren vermag, so wird er die gesamte Menschheit für sich gewinnen.”

“Ich habe schon mehrfach wiederholt, dass im Islam, solche Dinge wie Rasse, Nationalität, Herkunft und Sprache, keine Hauptdebatten sind. Muslime, seien es Schiiten oder Sunniten, sind Brüder, daher sind sie ebenbürtig und genießen die gleichen Rechte und Privilegien.”

“Die Schreibfeder ist eine Art “Waffe”. Sie muss daher in der Hand redlicher Personen liegen.”

“Es ist Sache der Jugend, sich um die Unterstützung der Geistlichkeit und Gelehrten zu bemühen.”