Gedichte
Gedichte

Sie ist Zeinab

Mal Abbas und mal Hussain schlägt in Karbala ihr Herz.
Ohne Arme und ohne Kopf wächst in Karbala ihr Schmerz.

In ihren Armen hält sie Sukaina, Hussains Waise.
Ohne Kopftuch beginnt ihre tragische Reise.

In Syrien hält sie in Yazids Palast eine Rede.
Sie stellt sich tapfer und erzählt dem Volk von der Fehde.

Oh ihr Leute wenn ihr nicht wisst wer ich bin so werde ich es euch sagen.
Ich bin Zeinab die Tochter Fatimas und werde bei Muhammad über euch klagen.
Ihr habt die Nachkommen Alis ermordet wie könnt ihr es wagen.
Ich berichte meinem Großvater Muhammad denn ihr ließt mich schlagen.

Oh ihr Leute mein Bruder Abbas lag ohne Arme auf Karbalas Erde.
Ich bin Zeinab die Tochter Alis und bezeuge über euch und eure teuflische Herde.
Ich erzähle Hassan über Qasims zertrampelten Körper durch eure Pferde.
Unter Tränen reiche ich Muhammad meine Beschwerde.

Oh ihr Leute nun weint ihr und bittet um Vergebung doch wie sehr hab ich geweint.
Ich bin Zeinab die Schwester Hussains und Hussain nahm mir der Feind.
Von Karbala bis Syrien trug ich in mir das Leid.
Nun wisst ihr wer ich bin und wer ihr seid.

Sie ist Zeinab rufen die Menschen, das ist Alis Zier.
Vergebe uns Tochter Muhammads wie handelten wie das Tier.
Macht und Ruhm kam über uns und in uns wuchs die Gier.
Unsere Seele sei dir geopfert Tochter Muhammads und das bezeugen wir hier.

Oh ihr Leute ich bin Zeinab und zu spät kommt eure Entschuldigung denn Hussain ist Tod.
Wo wart ihr als wir in Karbala durstig waren und in Not?
Als Abbas starb und der Mond sich färbte in rot.
Wo wart ihr als die Kinder weinten und wir fragten nach etwas Brot?