Donnerstag , 21 November 2019

Wortbedeutung des Monat Ramadan

Der islamische Mondkalender besteht aus 12 Monaten, von denen der heilige Monat Ramadan der 9. ist und der einzige Monat, welcher namentlich im Heiligen Quran erwähnt wird.

Die Wortwurzel Ra-ma-dan, diente als Ableitung zur Namensgebung des Monats, welche Hitze, Ruhelosigkeit und Härte beschreibt. Insgesamt gibt es 6 Bedeutungen des Wortes Ramadan, welche von den meisten Gelehrten einheitlich angegeben werden. Diese sind folgende:

  • “die Hitze der Sonnenstrahlung im Sommer auf die trockene Erde mit allen ihren Härten”

Zur damaligen Zeit trat die Zeit des Monats Ramadan während eines heißen und trockenen Sommers ein, dessen Hitze den trockenen Boden vor Hitze fast brennen ließ. Durst, Hunger sowie eine innere Ruhelosigkeit sind ständig Begleiter eines jeden Fastenden, und gerade während dieser heißen Zeit erinnern sie daran, was es eigentlich bedeutet Hunger, Durst und Not zu verspüren.

  • Verbrennen“

Der heilige Monat Ramadan dient zur Selbsterziehung und ist der Monat der Reue und Vergebung. Wie die wärmende Sonne den Schnee zum Schmelzen bringt und eine Wasserpfütze hinterlässt, oder Feuer ein Blatt Papier verbrennt und nur noch Staub übrig lässt, so „verbrennt“ oder „schmelzt“ das wahre Fasten unsere Sünden, reinigt unsere Seelen und Herzen von all dem „Schmutz“, der sich in Form von Sünden, negativen und schlechten Gedanken, sowie schlechten Charakterzügen abgelagert hat.

“Ramadan verbrennt die Sünden und Fehler, wie das Feuer das Holz verbrennt” Prophet Mohammed (saaw.)

  • „Regenguss, strömender Regen“

Während den verschiedenen Jahreszeiten, vor allem aber während dem Herbst und dem Frühling, kommt es immer wieder zu verstärkten strömenden Regenfällen. Genauso wie die Natur durch diese Regenfälle gereinigt wird und später der Himmel wieder klar und mit Sonnenstrahlen geschmückt wird, reinigt der Heilige Monat Ramadan das menschlich Herz, seine Seele sowie seinen Charakter. Wie ein Regenguss vom Himmel fällt, so überschüttet Allah swt uns während dieser gesegneten Zeit mit seinem Segen, seiner Gnade sowie seinen Gaben in einer derartigen Art und Weise. Aber auch wie eine strömende Regenschauer negatives mit sich bringen kann, welche die Natur sowie die Menschen tapfer mit Geduld hinnehmen müssen, haben auch die Gläubigen keine andere Wahl als standhaft gewissen Anstrengungen wie Durst, Hunger und Geduldproben wie ein fest verwurzelter Baum zu überstehen.

  • „Schärfen, Spitzen“

Wie ein Krieger vor dem Kampf sein Schwert oder seinen Speer schärft bzw. spitzt, so muss auch der gläubige und praktizierende Muslim seine inneren „Waffen“ auf den Kampf gegen sich selbst sowie gegen seine Umwelt vorbereiten. Seine Vernunft, seinen Glauben, seinen Verstand, sein Herz sowie sein Wissen sind in diesem Moment seine Waffen und seine Rüstung, das Schlachtfeld ist sein eigenes Ich, sowie die Welt da draußen die gegen den Islam hetzt. Er muss seine Waffen weise einsetzen um die vollkommene Stufe des Fastens erreichen zu können und um gegen die Feinde des Islams anzukommen. Viele große und bedeutende Schlachten wie z.B. die Kriege von Badr und Khandaq ereigneten sich damals während des Fastenmonats Ramadan und auch dies kam nicht von ungefähr.

 

  • Die Bedeutung ist der Name eines gottesfürchtigen sowie wohltätigen Diener Allahs, welcher auf der arabischen Halbinsel für das Wohlergehen der Menschen kämpft. Wie auch unser Prophet Mohammed saw während des Monats Ramadan erstmals durch die Offenbarung des Heiligen Qurans die göttliche Inspiration und Aufforderung erhielt, gegen die Unterdrücker und islamfeindlichen Mächte zu kämpfen und der Helfer der Unterdrückten und Sklaven zu sein, sollte auch jeder Muslim vor allem während der heiligen Zeit des Monats Ramadan aufstehen und sich gegen die anti-islamischen Mächte stellen und seine Glaubensgeschwister schützen.

 

  • „Ein Name von Allah swt“:

Der Grund, warum man immer von dem „Monat“ Ramadan spricht ist, dass Ramadan auch ein Name von Allah swt ist. Wie alles im Leben, sollte auch das Fasten um Gottes Willen geschehen, wir sind Gäste Gottes während dieser segensreichen Zeit, frei von jeglichem Ballast, der aufgrund unseres weltlichen Daseins sowie des materiellen sowie immateriellen Überschusses auf unseren Seelen sowie unseren Herzen lastet, uns innerlich sowie äußerlich durch seine unermessliche Menge an Segen, Vergebung und Barmherzigkeit von dem süßen Genuss des Paradieses zu kosten.